Ästhetik und Form der Nase

Die „perfekte Nase für alle“ gibt es nicht. Die Nase soll so geformt sein, dass sie mit dem Gesicht harmoniert und damit zur Person „passt“. Dabei bilden Nase, Lippen und Kinn eine ästhetisch Einheit. Deshalb sollte ein großer Mensch keine zu kleine Nase haben und ein kleiner, zarter Mensch keine zu große. Bei einem kleinen Kinn oder einem kurzen Unterkiefer wirkt die Nase schnell zu groß.

Ist Schönheit der Nase messbar?

In der wissenschaftlichen Literatur zur Nasenchirurgie existieren empfohlene Abmessungen und Proportionen zur Kreation einer idealen Nase.

Die perfekte Nase des Mannes

  • Höhe der Nase: ca 1/3 des Profils
  • Nasenrücken soll gerade sein, eventuell soll der Nasenrücken bis zur Nasenspitze ganz leicht ansteigen
  • Nasensteg – Oberlippen Winkel (nasolabialer Winkel): 90 -95°

Die perfekte Nase der Frau

  • Höhe der Nase: etwas weniger als 1/3 des Profils
  • Nasenrücken soll gerade sein, mit deutlichem Umschlagpunkt ab dem das Nasenprofil zur Spitze hin ansteigt
  • Nasensteg – Oberlippen Winkel (nasolabialer Winkel) 95 -105°

Diese angeführten Werte sind gute Richtlinien. Das oberste Ziel einer Nasenkorrektur ist jedoch stets die Schaffung eines harmonischen Gesamtbildes unter Berücksichtigung Ihrer individuellen Gesichtsproportionen. Denn die Nase soll nach der Operation natürlich aussehen – und nicht „operiert“.

„Das Schönste ist Harmonie“
(Pythagoras)

Wie Sie sicher schon gehört haben, beschreiben verschiedene Studien, dass Gesichter, die einen hohen Grad an Symmetrie aufweisen, als „schön“ beschrieben werden. Die Linien, die das Gesicht zeichnen, sollen harmonisch geschwungen und nicht unterbrochen sein. Dazu ist es wichtig, dass die einzelnen Teile des Gesichtes ausgeglichen und die Größenverhältnisse zueinander abgestimmt sind. Maßgeblich werden diese Proportionen von der Nase in der Gesichtsmitte geprägt. HinterSie soll nicht die Aufmerksamkeit auf sich lenken, sodass bei Betrachtung des Gesichtes Augen und Lippen in den Vordergrund rücken.

Nasenformen

Die Form der Nase ist durch die Erbanlagen festgelegt. Deshalb treten charakteristische Nasenformen bei einzelnen ethnischen Gruppen gehäuft auf. Aber auch Unfälle, Erkrankungen, Tumore oder andernorts misslungene Nasenoperationen können die Nasenform verändern.

Folgende Nasenformen werden oft korrigiert:

Höckernase:

Der am Nasenrücken befindliche Höcker kann seine Ursache im knorpeligen , wie auch im knöchernen Nasenskelett haben.

Breitnase:

Die Nase ist im Vergleich zum Gesicht zu breit. Oftmals ist auch die Nasenspitze nicht klar definiert.

Hakennase:

Bei dieser Nasenform ist die Nasenspitze nach unten gebogen, wodurch der Nasenrücken gekrümmt ist.

Stupsnase:

Die Nase wirkt zu kurz und die Nasenspitze zeigt nach oben.

Schiefnase:

Bei der Schiefnase weicht die Nasenspitze nach rechts oder links ab und der Nasenrücken zeigt einen C- oder S-förmigen Verlauf. Sie ist oftmals traumatisch bedingt und geht meist mit einer Nasenscheidewandverkrümmung einher.

Ballonnase:

Die Nasenflügel sind an der Spitze ballonartig aufgebläht

Sattelnase:

Bei einer Sattelnase besteht eine Einsenkung am Nasenrücken. Die Ursachen sind oft Traumata, entzündliche Prozesse oder nicht gelungene Voroperationen.

Aufbau der Nase:

Die Anatomie der Nase ist sehr komplex.. Sie besteht äußerlich aus 4 Bereichen: Nasenwurzel, Nasenrücken, Nasenspitze und Nasenflügel. Die Haut, welche die gesamte Nase umschließt, ist in diesen unterschiedlichen Regionen verschieden dick. Am Nasenrücken ist die Haut besonders dünn.

Die Nase besteht aus einem knöchernen und einen knorpeligen Anteil.
Ihre Form wird durch das Nasengerüst (Nasenpyramide) gebildet. Dieses besteht aus dem knöchernen Nasenbein (das den oberen Teil des Nasenrückens bildet),und den seitlichen, knorpeligen Begrenzungen der Nase (Dreiecksknorpel, Flügelknorpel). Die knorpeligen und knöchernen Abschnitte der Nasenscheidewand (Septum nasi) bestimmen die Höhe des Nasenrückens und der Nasenspitze.